Darf ich Ihnen ein wenig über mich erzählen?

Tja, a runde Sach war naheliegend. Schauns mich einfach mal an. 

Ich liebe die barocke Lebensart und diese führt zu Rundungen. Trotzdem bewege ich mich gerne und treibe Sport, am liebsten radeln, schwimmen und Basketball spielen. Im evangelischen Kirchenchor Cham darf ich als katholischer Import mitsingen, was mir sehr viel Freude macht. Außerdem sehe ich mich als Allrounderin, vielseitig interessiert, positiv denkend, anpackend, manchmal mit Hummeln im Hintern. Ich mag das direkte Gespräch mit Mitmenschen und höre gerne erst einmal zu. Sich gegenseitig ins Wort zu fallen, ist anstrengend und nicht wertschätzend.

Cham ParkenDie Chamer und ihr Humor. Das ist so ein Kapitel für sich. Aber ich schätze diese Art von Humor!

Humor und Grantln fließen in Cham oft ineinander.

Beispiel gefällig? Dann schauen Sie doch mal auf den Zettel, den mir ein humorvoller Chamer an die Windschutzscheibe gehängt hat, als ich mal wieder – in Eile zur nächsten Veranstaltung – semioptimal hinter dem Vogel Rudi geparkt habe.  Er/sie hätte auch die Polizei rufen können, statt dessen macht man sich Gedanken über meine vielfältigen Talente. Passt scho !


Geprägt hat mich mein soziales Elternhaus. Ich bin im April 1968 in Cham geboren und mit zwei älteren Brüdern (Michael und Peter) aufgewachsen. Meine Eltern haben mir vorgelebt, dass man sich für seine Mitmenschen einsetzt, dass es Menschen, denen es nicht so gut geht, hilft und dass helfen Spaß macht und erfüllend sein kann. Wie viele von uns bin ich in die Chamer Grundschule am Schulberg gegangen und habe dann das Robert-Schuman-Gymnasium besucht. Nach dem Abitur studierte ich an der Universität Passau die Fächer Politikwissenschaften, Soziologie und Geographie. 1993 habe ich mein Studium abgeschlossen und fand in München eine Arbeitsstelle. Beim Sozialverband VdK Bayern war ich fünf Jahre als Referentin für Sozialpolitik tätig. Ende 1997 ist mir dann eine sehr interessante Stelle angeboten worden. Eine Entscheidung, die ich nie bereut habe. Von 1998 bis Ende 2008 war ich Geschäftsführerin der Bayerischen Krebsgesellschaft. 1999 habe ich dann noch ein berufsbegleitendes Studium zur Sozialbetriebswirtin abgeschlossen.

2003 und 2009 sind meine beiden Kinder Hannah und Yannick zur Welt gekommen. Auch wenn ich mich über die beiden ab und zu ärgern muss – vor allem über deren schulischen Lerneifer – bin ich so dankbar, dass beide gesund sind. Ich habe sie sehr lieb.

Nach der Geburt meines zweiten Kindes 2009 war ich ein knappes Jahr in Elternzeit. Seit 2010 bis heute arbeite ich bei der Bayerischen Krebsgesellschaft als Fundraiserin. Hier kümmere ich mich um unsere Spenderinnen und Spender, betreue unsere Stiftung Bayern gegen Krebs und bemühe mich, dass unsere Arbeit für Menschen mit Krebs in Bayern neben öffentlichen Fördergeldern auch durch Spenden und Erbschaften finanziert werden kann. Besonders freue ich mich darüber, dass wir seit Januar auch in Cham eine Außensprechstunde unserer Beratungsstelle in Regensburg haben, damit krebskranke Menschen und deren Angehörige kürzere Wege bewältigen müssen.

2008 bin ich von der Großstadt wieder in meine Heimatstadt gezogen. Als Mutter zweier Kinder lernt man die Angebote, die kurzen Wege und die Hilfsbereitschaft in Cham sehr zu schätzen. Ich arbeite überwiegend im Homeoffice und bin ein bis zweimal die Woche beruflich in Bayern unterwegs, vorwiegend in München. Verheiratet war ich von 2004 bis 2015, aber unsere Beziehung ist in die Brüche gegangen. Mittlerweile ist der Kontakt zum Vater durch Wegzug ins Ausland leider komplett abgebrochen, was für meine Kinder nicht leicht zu bewältigen ist.

Seit meiner Jugendzeit engagiere ich mich ehrenamtlich, weil es mir wichtig ist, einen Beitrag zum gesellschaftlichen Miteinander zu leisten. Ich bin in vielen Vereinen Mitglied und war auch schon in zahlreichen Organisationen im Vorstand tätig, aber das würde hier den Rahmen sprengen, alles aufzuzählen. Seit 1988 engagiere ich mich in der SPD und bin nun die zweite Legislaturperiode im Stadtrat und im Kreistag von Cham tätig. Im Chamer Stadtrat schätze ich die konstruktive Zusammenarbeit zum Wohle der Stadt. Parteipolitische Barrieren gab es hier nicht viele. Denn die Kernfrage muss immer lauten: nützt es der Zukunft der Stadt und ihren Bewohnerinnen und Bewohnern oder nicht. Die Chamer Bürgerinnen und Bürger wollen sich in ihrer Heimatstadt angenommen und wohl fühlen – egal, woher sie kommen und wieviel Geld sie auf dem Konto haben. Solidarität, Gerechtigkeit und Freiheit sind für mich elementar wichtig. Ich möchte nicht nur in einer Gesellschaft leben, die diese Werte hochhält, sondern auch dazu beitragen, dass diese Werte nicht untergraben werden. 

A runde Sach eben – und damit schließt sich der Kreis.

Freue mich sehr über eine nachhaltige Nutzung meiner runden Schachtel, die ich bei meinen Haustürbesuchen überreiche.

Eine Chamer Bürgerin war schon sehr kreativ…

Übrigens: dass es diese Schachteln überhaupt gibt, verdanke ich der Katzbacher Schachtelmacherfirma Pillmeier e.K. Diese Chamer Firma ist EU-weit der einzige Betrieb, der die Spanschachteln industriell, aber überwiegend noch in reiner Handarbeit fertigt.

Herzlichen Dank, lieber Franz an Dich und Deine Mitarbeiterinnen!