Marke Begegnung erleben stärken

Die Erarbeitung unserer Stadtmarke „Begegnung erleben“ war ein demokratischer Prozess. Jeder, der wollte, konnte sich einbringen. Herausgekommen ist eine Marke, mit der viele fremdeln und dies auch kritisch ausdrücken. Das ist deren gutes Recht, aber das bringt uns keinen Schritt weiter. Ich stehe hinter der Idee und der Marke. Wir müssen das Thema Begegnung aber stärker leben, überregionaler ausspielen und das Branding stärker vom Stadtmarketing her pushen. 

Die Stadt könnte mit gutem Beispiel bei der Marke „Begegnung erleben“ vorangehen. Mir schwebt ein Chamer Begegnungszentrum am Marktplatz vor, das viele Funktionen miteinander vereint. Das kann eine unabhängige Kontaktstelle, Selbsthilfestelle sein, in der Menschen zusammenkommen, die Hilfe und Rat brauchen, aber auch von Menschen, die Hilfe, Rat und Unterstützung geben können. Mit den Mehrgenerationenhäusern gibt es viele positive Beispiele auch in der Nähe, wie so etwas funktionieren kann. Die Angebote sollten sich an alle Bevölkerungsgruppen richten – eben ein echter Ort der analogen Begegnung. Die Innenstadt wäre besser frequentiert  – auch in den Abendstunden und am Wochenende. Menschen, die sich ehrenamtlich außerhalb von Vereinen betätigen wollen, würden hier eine Anlaufstelle finden. Vorstellbar wäre auch ein Treffpunkt für freie Angebote z.B. für Alleinerziehende, Spielenachmittage für Kinder, Seniorentreff, Anlaufstelle für Menschen mit Handicap, ein Ort für Kinder und Jugendliche auch außerhalb des Unterrichts zu experimentieren und MINT-Berufe kennenzulernen, (3 D Drucker, Rundfunkmuseum, MINT Kooperation mit Schulen auch im Hinblick auf Berufswahl) und so ein Begegnungszentrum könnte auch günstige Working Spaces für Start-Up Ideen aus dem Chamer Campus bieten.

Bürgersprechstunde

Ich halte viel davon, wenn Entscheider zu den Menschen kommen, für die sie entscheiden sollen. Bürgerversammlungen sind hier ein wichtiges Instrument. Noch unmittelbarer wird die Begegnung und gelebte Dienstleistung aber in einer Bürgersprechstunde im Begegnungszentrum am Chamer Marktplatz. Diese möchte ich gerne regelmäßig anbieten – genauso wie eine Ehrenamtssprechstunde, siehe Ehrenamt schätzen.

„Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit“, Karl Valentin.

Ich bin überzeugt, dass Cham eine vielfältige Kunstszene zu bieten hat. Oft sind wir uns aber dieses Schatzes und Standortfaktors zu wenig bewusst. Um diese Arbeit zu würdigen, aber vor allem bekannter zu machen und bessere Finanzierungsgrundlagen zu schaffen, halte ich die Einrichtung eines regelmäßigen runden Tisches aller Kunst- und Kulturschaffenden in Cham unter Beteiligung der Bürgermeisterin und Mitgliedern des Stadtrates für sinnvoll.