Kinder

Kinder sind unsere Zukunft. Warum beziehen wir nicht diejenigen ein, die es direkt betrifft und werden eine kinderfreundliche Kommune. Wir Erwachsenen denken oft, wir sind kinderfreundlich, aber wenn wir eine kinderfreundliche Kommune planen, reden wir doch mit den Kindern und Jugendlichen und nicht über sie. Ich würde gerne zusammen mit dem Verein Kinderfreundliche Kommunen e.V. einen Prozeß angehen, um zu schauen, wo wir uns auf dem Weg zu einer kinderfreundlichen Kommune befinden und was noch fehlt.

Generationenübergreifende Familienstrukturen sind auch im ländlichen Raum nicht mehr an der Tagesordnung. Viele Eltern wollen und/oder müssen arbeiten. Deshalb liegt mir die gute Betreuung unserer kleinen und großen Kinder sehr am Herzen. Mittelfristig brauchen wir in Cham eine weitere Kinderbetreuungseinrichtung für Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren. Wo genau diese Einrichtung entstehen soll und welche pädagogischen Schwerpunkte hier gesetzt werden sollen, das entscheiden wir am besten gemeinsam. 

Ab 2025 haben Eltern von Grundschulkindern einen Rechtsanspruch auf Betreuung von 8 bis 17.00 Uhr an fünf Tagen die Woche. Auch wenn die Nachfrage an allen Grundschulen in Cham unterschiedlich sein wird, müssen wir dazu die Kapazitäten in den nächsten Jahren schaffen. Die Nachfrage nach pädagogischen Fachkräften wird erheblich steigen und muss auch in Cham geschultert werden. 

Jugendliche

In Cham wird viel getan, damit Kinder und Jugendliche gut ausgebildet und betreut werden. Die Angebote in der Freizeit sind ebenso vielfältig – egal ob Sport, Musik oder Kunst. Viele Vereine bieten jungen Menschen sehr attraktive Betätigungsfelder an. Wir müssen aber auch akzeptieren, dass es Jugendliche gibt, die sich in ihrer Freizeit nicht so festlegen wollen. Auch sie brauchen Entfaltungsraum auf dem Weg zum Erwachsen werden.

Derzeit suchen wir nach einem neuen und zentralen Standort für das Chamer Jugendzentrum. Eine Einrichtung, die sehr gut angenommen wird und vielen Jugendlichen ein weiteres soziales Zuhause neben dem Zuhause bietet. Ich wäre bereit hier etwas Neues für Cham zu wagen: eine Mischform aus organisiertem und selbstverwaltetem Jugendzentrum, in dem Jugendliche selbst Verantwortung für Angebote übernehmen können.

Regelmäßige Sitzungen mit dem Jugendrat sind für mich selbstverständlich.

Die Quadfeldmühle hat sich zum stark frequentierten Freizeitgelände entwickelt. Damit hier ein friedliches Miteinander aller Nutzergruppen möglich bleibt, können wir einen sozialen Lernraum bieten.

Jugendliche gehen in der Regel sorgsamer mit Dingen um, die ihnen lieb und teuer sind, z.B. das eigene Smartphone. Wenn wir es gemeinsam schaffen, dass ALLEN Nutzergruppen ein sauberes und vandalismusfreies Gelände wichtig ist, dann haben wir schon einen großen Schritt getan.    

 

Menschen mit Handicap

Ist Ihnen bewusst, dass Menschen mit Handicap eine sehr große Gruppe in unserer Bürgerschaft stellen? Dieser Gruppe möchte ich mehr Gehör verschaffen, denn sie haben das RECHT dazu! Wir Menschen ohne sichtbares Handicap tun uns da manchmal zu leicht. Ich möchte die Stimmung pro Menschen mit Behinderung drehen von „ach, die schon wieder, die fordern nur“, hin zu einem echten Dialog. Cham hat mit Herrn Josef Pemmerl einen Behindertenbeauftragten zur Verwirklichung der Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen bestellt. Er sollte die Stadt nicht nur beraten, sondern mitwirkende Rechte bekommen, genauso wie ein Anhörungsrecht für die unmittelbar Betroffenen. Diesen Prozeß möchte ich auf den Weg bringen, denn wir brauchen mehr Inklusion, vor allem in punkto Wohnen und Barrierefreiheit.  

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